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Artemis Wind

Nachgedanken über die Leipziger Buchmesse 26
Dies ist kein wirklicher Artikel, nur ein kurzer Bericht über die Leipziger Buchmesse: über meine Eindrücke und das, was sie LBM in meinen Augen einzigartig macht. Vom Donnerstag den 19. bis Sonntag den 22. bin ich in Leipzig gewesen und habe an allen vier Tagen das Messegelände oder Veranstaltungen im Rahmen der Messe besucht. Da es das erste Mal seit vielen Jahren war, dass ich keinen Standdienst hatte, war es eine neue Erfahrung. Ausnahmsweise hatte ich die Zeit, mich bei anderen Ausstellern umzuschauen und Veranstaltungen zu besuchen. Einen bleibenden Eindruck hat etwa ein Autorinnengespräch mit Vera Kattermann („Auf dem Sonnendeck der Titanic“), Kathrin Hartmann („Die Welt gewinnen“), Magdalena Schrefel („Das Blaue vom Himmel“) und Pheline Roggan (Veröffentlicht in der Essaysammlung „Was wir meinen, wenn wir Hoffnung sagen“) im Neuen Rathaus hinterlassen. Eine Videoaufnahme des von der Klimabuchmesse organisierten Abends ist übrigens auch auf Youtube zu sehen (Links am Ende des Textes). Auch „Wirklich, Wörtlich, Wesentlich“ ein Gespräch mit Autor Felix Primetzhofer über dessen gleichnamiges Buch war außerordentlich anregend: Ist der Homo Sapiens in Zeiten von KI wirklich das, was der Name verspricht? Sind wir Wesen der Vernunft oder Wesen der Intelligenz? Wo liegen die Unterschiede? Wann wird Intelligenz zur Weisheit? Wie hätten bekannte Philosophen wie Immanuel Kant, Johann Wolfgang von Goethe oder Jeremy Bentham diese Fragen beantwortet? Insbesondere aber ist es die Vielfalt, die die Leipziger Buchmesse zu einem einzigartigen Erlebnis macht. Bücher und Hörbücher so unterschiedlicher Genre wie Kriminalroman, Satire, Fachbuch, Noten, Manga, Bilder- oder Kochbuch werden präsentiert und bringen genauso unterschiedliche Zielgruppen zusammen. Eigentlich bin ich kein Fan von großen Menschenaufläufen. Trotzdem freue ich mich immer wieder über das bunte Publikum in Leipzig. Da sind die Verlagsvertreter und Geschäftsläute, hochkarätige Autorinnen, Fernsehmoderatoren, Politikerinnen, Cosplayer, Schulklassen und die einfach Lesebegeisterten. Die einen wissen genau, wonach sie suchen, die anderen entdecken etwas völlig Neues. So bin ich beispielsweise auf ein spannende Projekt der Hochschule Merseburg gestoßen, vertreten mit einem Buch, das ökologisch verträglichen Hausbau mit Hanf erklärt. Obwohl mich das Thema interessiert, hätte ich es nicht auf der Buchmesse erwartet. Auch hätte ich ohne die Buchmesse nie einen japanischen Mochi probiert und in das ein oder andere Genre geschaut, das mich sonst weniger interessiert. Zugegeben: Ein Fan von Dark Romance werde ich in diesem Leben wohl nicht mehr. Trotzdem ist es spannend, einfach mal einen Blick zu den Seiten zu werfen. Die Leipziger Buchmesse ermutigt mich dazu. Mein Fazit: Ich wünsche mir mehr Messen dieser Art: Messen, die für alle offen sind, egal ob Fachpublikum oder interessierte Allgemeinheit.
Links
Mutig statt Machtlos: Geschichten vom Aufstehen und Weitermachen - Autorinnengespräch im neuen Rathaus, organisiert von der Klimabuchmesse
Wirklich, Wörtlich, Wesentlich - Ankündigung der Veranstaltung von der Edition-Wortschaft mit Infos zum Buch und zum Inhalt.
Hochschule Merseburg - Klimafreundliche und zukunftsweisende Hausbautechnik mit Hanf.